Große Fahrt 2004

Große Fahrt 2004 // Altmühl – Gunzenhausen bis Eichstätt

Tagebuch von Gerhard Hannerer / Juli 2004  –  Impressionen zur Tour 2004

Donnerstag, 8. Juli

Abfahrt um ca. 07:15 Uhr vom Schopperplatz. Mittagessen um ca. 13:30 Uhr in einer örtlichen Gaststätte in Gunzenhausen. In Fluss gestochen um ca. 15:30 Uhr unterhalb Wehranlage im Bereich der Stadthalle Gunzenhausen.

 

Nach ca. 45 Minuten setzt leichter, etwas später stärkerer bis starker Regen ein, der sich zu einem handfestem Gewitter entwickelt. Die Zuflucht unter einer kleinen Brücke kann uns jedoch von dem beinahe waagrecht daherkommenden Regen nicht ausreichend schützen, weshalb wir uns mit leicht angekratzter Stimmung zur Weiterfahrt entschließen. Wir, die bislang immer mit schönem Wetter förmlich verwöhnt wurden, dachten schon beinahe nicht mehr daran, dass uns bei der Fahrt schlechtes Wetter begleiten könnte. Als Retter in der Not entpuppte sich der Gurktaler-Doppelpack. Er rettete so manchen, noch bevor dieser verloren schien, und erhellte unsere Gemüter in berauschender Geschwindigkeit.

 

Aufbau des Zeltlagerplatzes um 18:30 Uhr auf einer Wies, nahe dem stillen Örtchen Winsfeld. Nach kurzer Pause stellt sich wieder Regen und Wind ein. Bauer Georg bietet uns Schlafmöglichkeit in seinem Schuppen/Scheune und trockenes Holz an. Den Lachs (in Alu-Folie) grillen wir zwischen den einzelnen Regenpausen. Inzwischen ist unser Wirt Heli mit dem versprochenen Weizenbierfass (30 l, dass wir tatsächlich leeren) eingelangt. Heli widmet sich sofort der Fischerei (fängt einen Weissfisch – n. meiner Meinung Schied) – wobei ihm in der Nacht bei der Tauwurmsuche ein kleines Missgeschick passiert und er mit seinem Galaxy (inkl. Daniel schlafend im Kofferraum) beim Rückwärtsfahren auf der Bodenplatte aufsitzt. Durch die rasche Hilfe der Einheimischen mit Traktor u. dem blind mitgereisten Daniel ist das Auto wieder schnell flottgemacht. Ein Teil der Mannschaft schläft bei Bauer Georg (Daniel, Wolfgang, Harry, Heinz, Gerhard, wobei Daniel u. Heinz vom Nachbarn in Unterhose gestellt werden – können aber glaubhaft versichern, dass sie nur auf der Suche nach dem Gehöft von Bauer Georg sind) und der Rest im Mannschaftszelt bzw. in den Einzelzelten.

 
Freitag, 9. Juli

Wetter: Abkühlung um ca. 10 °C, starker Wind, stark bewölkt, gelegentlich kurzer Sonnenschein.

Allgemeine Katerstimmung beim Frühstück, Heli bricht wieder in Richtung Heimat auf – hat in der Nacht auch noch 2 Aale gefangen. Durchwachsenes Wetter während der Fahrt nach Treuchtlingen/Zeltplatz. Einziges nennenswertes Ereignis lieferte das Boot Klaus/Martin. Martin verlor nach einem kräftigen Ruderschlag von Klaus das Gleichgewicht (zog sich gerade den Pulli aus) und stürzte rücklings in die hüfthohe saukalte Altmühl.

 

Einheitlicher Besuch des örtlichen Volksfestes. Besonders zu erwähnen sei hier nur die luftleere Bar bzw. der selbstfahrende Traktor. Am Zeltplatz nächtigte u.a. auch eine Feuerwehrgruppe die mit Marschmusik (Preussen´s Gloria) das Zelt aufstellte und bei uns doch vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit erlangte.

 

Wir grillten einheimische Käseknacka (!) und Rindfleisch

 
Samstag, 10. Juli

08:00 Uhr, einsetzen von leichtem Nieselregen der um 08:30 stärker wird und sich in weiterer Folge zum Landregen bei 15 °C entwickelt. D.h. Einnahme des Frühstückes erfolgt im Zelt. 11:30 Uhr Abfahrt im Landregen. Befragung durch eine Studentin bei der Ausstiegsstelle in Pappenheim. Fahrt bis nach Solnhofen/Zeltplatz. Besuch der örtlichen Gaststätte mit anschließendem Besuch des Marktfestes. Häufig angewendete Wörter während der Fahrt: Orakel (-> Claus, wg. dem ruhigen Morgen nach Besuch Heli), Glumsensäure, Darth Vader (Wolfgang, aufgrd. eigenartiger Atemgeräusche beim Schlafen, ….

 

Bierspruch Alfred: American beer is like making love in a canoe…

 
Sonntag, 11. Juli

„Fahrt nach Breitenfurt“

 

Frühstück am Markfest in Solnhofen (Heringsemmerl, Kaffee u. Kuchen, Cola/Whiskey)

 

Einsetzen um 12:10 Uhr (am örtl. Zeltplatz keine Gebühr entrichtet), zwischendurch erneut Regenschauer. Fahrt bis zum Wehr Hammermühle – alle Boote durch die ca. 3m breite Wehrrutsche gefahren, ausgenommen Harald und unser Greenhorn Wolfgang. Martin und Klaus sind dabei ausgestiegen (Fahrfehler nach Walze). Einnahme der Bootsjause an Land (trocknen der nassen Bekleidung wg. kurzzeitigem Sonnenschein).

 

2. Wehr mit Rutsche in Dollnstein (Aumühle) – alle Boote mit Ausnahme unserer Kameraden Greenhorn Wolfgang, Robert und Alfred G. Vor allem die imposante Walze machte gehörig Eindruck, sodass Claus seinen Hut (sollte den Angehörigen übermittelt werden) abgab und das Wehr als erstes Boot allein unter Todesfurcht durchfuhr (sah angeblich eine/die Jungfrau am Rand des Bootes sitzen). Durch den Motivationsspruch von unserem geliebten Obmann Alfred ermuntert, fuhren Daniel und Gerhard nur in Unterwäsche bekleidet das Wehr. Am Campingplatz Dollnstein wurden wir trotz aufziehendem Gewitters und der Tatsache, dass es mittlerweile 19:00 Uhr war, abgewiesen. Weiterfahrt zum Zeltplatz/Campingplatz Breitenfurt. Hier wurde uns erstmals eine Gelegenheit zum Duschen gegeben, welche wir auch prompt nützten. Essen: Pikanter Reis mit Thunfisch.

 

Besonderheiten: Wurden von dt. Radfahrern (nachdem wir uns abfallend – sollte man anzünden – über den Aufbau des Zeltes unmittelbar oberhalb der Bootsausstiegstelle äußerten) als Proleten bezeichnet.

 
Montag, 12. Juli

Einsetzen um 11:00 Uhr, x-maliges an- und ausziehen der Regenbekleidung. Temperatur sinkt
weiter, in der Nacht auf ca. 8 °C, tagsüber auf ca. 15 °C, bei Sonne auf ca. 20 °C. Bootsjause in der Altmühl – Nachmittagssnack bei Mc Donald´s in Eichstätt. Übernachtung am hiesigen Zeltplatz.

 

Essen:
Suppe (Westernsuppe lt. Klaus) mit Einlagen

 

Dessert:
Unter tosendem Beifall wird die Surströming Dose von Klaus geöffnet, wobei Bernd einen großen „Treanz´ler“ abbekommt.

 

Verkostung des vergorenen Fisches von allen Kameraden mit Ausnahme von Heinz, Klaus, Martin u. Alfred G.

 

Einheitlicher Tenor: … er schmeckt besser als er riecht (ausgenommen Harry: … er schmeckt genauso wie er riecht, nämlich nach Sch….)

Dienstag, 13. Juli

Anruf der örtlichen Touristinfo zwecks Taxi nach Dietfurt am Rhein/Main-Donaukanal. Robert und Wolfgang holen die bereitgestellten Fahrzeuge ab (10:00 Uhr).

 

Anmerkungen/Einkauf

 

Maresi anstelle v. Sahnetässchen
Zuckerbriefchen anstelle Würfelzucker (aber in wasserfesten Gebinde, oder loser Zucker)
Weniger Äpfel und Birnen (vielleicht je 6 Stück)
Wassermelonen früher essen
Anstelle v. Geheimratskäse nur mehr Grieskirchner Butterkäse
etwas mehr Würste, z.b. Landjäger
generelle bessere Aufteilung
Morgens kleines Gericht wie z.b. Omelette

 

Impressionen zur Tour 2004